Berufliche Neuorientierung mit 40+: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“

Soll es das schon gewesen sein? 

 

Udo Jürgens war es, der mit diesem Song 1977 (!!) auf Anhieb in den Charts landete. 40 Jahre später ist der Text so aktuell, wie nie. Angesichts miserabler Renten, einer sich rasend wandelnden (Arbeits-)welt, verpasster Chancen und neuen digitalen Möglichkeiten, fragen sich gerade viele Frauen heute: wie will ich mit 50+ eigentlich leben und arbeiten? Eine berufliche Neuorientierung ist dabei eine echte Perspektive.

60 ist das neue 50!

Auch wenn im Laufe der Zeit Geburtstage ihre Bedeutung verlieren: vor einem runden Geburtstag hat man mit zunehmendem Alter, mehr und mehr Respekt. Einerseits. Andererseits wird im Alltag das Alter zunehmend bedeutungslos. Joe Biden bewirbt sich mit 77 um die Präsidentschaftskandidatur.  SAP Gründer Dietmar Hopp ist mit 80 das Sprachrohr für innovative Biotechnologie und Wolfgang Schäuble mit 77 Jahren auf den TV-Bildschirmen dauerpräsent.

Menschen sind heute viel fitter und leistungsfähiger als früher

50-jährige sind heute ungleich fitter als noch vor einigen Jahrzehnten. Forscher haben herausgefunden, dass die Hirnleistung eines heute 70-Jährigen dem eines 50-Jährigen in den 1960er Jahren entspricht. Wir Menschen bleiben also nicht nur körperlich, sondern auch geistig fitter und beweglicher als das noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war.

Der Mensch braucht Aufgaben und Ziele

Mit 60 ohne Aufgabe in den Ruhestand zu gehen – für viele ist das keine schöne Vorstellung.  Genauso wenig möchte man sich mit 50 plus täglich in einer sich schnell drehenden Tretmühle bewegen. Die ganzheitliche Work-Life-Balance, die das ganze Leben im Blick hat, ist die Lösung! Vor allem die digitale Welt, die zunehmend Einzug in sämtliche Alltagsbereiche hält, bietet zahlreiche individuelle, neue Möglichkeiten. Statt „Arbeiten zu müssen“ lautet die Devise jetzt, sich ein Herzensbusiness aufzubauen, das man bis ins hohe Alter mit flexiblen Einsatz betreiben kann.

Herzensbusiness versus “Arbeiten gehen”

Eine berufliche Orientierung sieht mit 30 ganz anders aus als mit 50. Während man in jungen Jahren die Arbeitswelt eher als Karriereleiter betrachtet, zählen bei der Zielgruppe 50+ ganz andere Werte. Insbesondere die Frage „Was treibt Dich wirklich an?“ (Finde Dein „warum“?), „Was sind Deine Werte?“ und „Woran hast Du wirklich Freude?“ sind viel wichtiger als noch in jungen Jahren. Nach vielen Berufsjahren sind bei vielen Kandidatinnen diese Werte oftmals „verschüttet“, müssen neu visualisiert und „poliert“ werden. Wer sich mit 50+ beruflich neu aufstellt, sollte sicher sein, dass diese Neujustierung dann auch wirklich bis ins hohe Alter hält und alle Facetten der jeweiligen Persönlichkeit – also auch die emotionalen und intrinsischen – berücksichtigt. Das ist ein großer Unterschied zur Berufswahl in jungen Jahren

Know How von vielen Jahren

Egal, wie man sich beruflich aufstellt, wichtig ist aktuelles berufsbezogenes Wissen.  Kombiniert mit digitalen Kompetenzen (die gängigen Programme beherrschen) ist das eine gute Mischung für die Zukunft. Wer sich regelmäßig weitergebildet hat, mit der neuesten Technik vertraut ist, Seminare und Konferenzen besucht, hin und wieder reist – für den dürfe das kein Problem sein. Neben dem rein fachlichen Know How bringen die Silver Ager aber einen besonders wichtigen Aspekt mit: Gelassenheit, Menschenkenntnis und Lebenserfahrung. Aber: Schlank im Schlaf ist auch ein neues (digitales?) Unternehmen nicht.  Wer sich ein neues Business aufbauen will, sollte sich nichts vormachen: die ersten zwei Jahre ist Einsatz gefragt.

Individuelle Berufsmodelle

Ob angestellt im Homeoffice, freiberuflich als Berater, auf Provisions- oder Honorarbasis oder mit einem digitalisierten, automatischen Business – die Geschäftswelt war noch nie so bunt und vielfältig heute. Alle, die starre Strukturen verlassen und sich beruflich perspektivisch gut aufstellen möchten, sollten sich deshalb auf den Weg machen.

Internetstart mit 60

„Ich möchte mit 60 noch ein Internetstar werden“, äußerte eine Teilnehmerin jüngst in einem Kurs. Was sich spinnert anhört, ist in digitalen Zeiten keine Illusion – wenn auch ambitioniert.  Wer sich im weltweiten Web gezielt als Expertin für etwas aufstellt und bereit ist, in Marketing zu investieren, findet im Internet schnell ein gutes, solventes Publikum. Anders als im „analogen“ Geschäft kann man hier Beratungen standardisieren und aufzeichnen, ohne selbst immer da sein zu müssen.

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Die Autorin:

„Genau als ich 50 wurde, brach meine Welt zusammen. 25 Jahre habe ich erfolgreich Print Magazine (u.a. „Schlossallee“ ) herausgegeben. Alles im Leben hat seine Zeit und diese Zeit war für mich 2015 vorbei. Die Digitalisierung hat die Konsum- und Lesegewohnheiten der Menschen so sehr verändert, dass Printmagazine keine Zukunft mehr haben.  Über Nacht musste ich mich also neu erfinden. Da ich ein offener Typ bin und mich ungerne auf Felder bewege, die keine Zukunft mehr haben, bin ich zunehmend in die digitale Welt hineingewachsen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ich mich für einige Zeit dort auch verlaufen hatte. Ich hatte aus den Augen verloren, was eigentlich meine Werte, meine Kernkompetenzen, Fähigkeiten und Freuden sind. Es dauerte einige Zeit, bis ich mit www.starke-frauen.info wieder ein echtes Herzensbusiness gründete. Jetzt in der neuen, digitalen Welt.  Das Ergebnis eines Coachings.“